Mit Kuerbis die Welt verbessern

Der Koch Wam Kat weiss, dass man die Welt nicht mit leerem Magen verbessern kann

Wam Kat ist sich mit Bertolt Brecht einig, dass erst das Fressen kommt, dann die Moral der gebuertige Niederlaender kocht seit ueber dreissig Jahren fuer demonstrierende Umweltschuetzer. Er findet es unmoeglich, dass Menschen, die einen ausgepraegten Sinn fuer Gerechtigkeit haben, sich von Knoppers, Toastbrot und Scheiblettenkaese ernaehren. Wenn er seine Zeltkueche aufbaut, legt er erst mal eine Starkstrom- und eine Wasserleitung, baut aus Lehm einen Ofen und laesst das Ganze von den Behoerden ueberpruefen. Dann macht er sich daran, den jungen Leuten, mit denen er zum Beispiel in der Lausitz campt, um ein CO2-Endlager zu verhindern, beizubringen, was eine Mahlzeit ist: ein Essen, das an einem Tisch sitzend mithilfe von Besteck zu bestimmten Zeiten eingenommen wird. Das wissen die oft nicht, sagt Wam Kat, weil sie sehr jung sind, in WGs wohnen und nur an den grossen Fragen (Was will der Kapitalismus?) interessiert sind.

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Angst vor der Zukunft

GERBISBACH/JESSEN/MZ. Jan Wendel bekennt, dass zwei Seelen in seiner Brust schlagen. Nach der Kundgebung mit Menschenkette auf dem Jessener Marktplatz freut sich der angehende Agrarwissenschaftler aus dem hessischen Witzenhausen ueber die seiner Meinung nach gelungene Aktion gegen die geplante Schweinemastanlage in Gerbisbach mit rund 28 000 Tierplaetzen. Gleichzeitig anerkennt er, dass der hiesige Initiativkreis gegen die geplante Schweinefabrik, wie die Teilnehmerzahl zeige, Rueckhalt in der Bevoelkerung habe. Andererseits ist er der Ansicht, dass es zu solchen Protestaktionen haette gar nicht kommen muessen, wenn die Agrarpolitik eine andere waere, die von vornherein das Errichten von Grossanlagen ausschliessen wuerde. "Deshalb fahren wir nach Berlin."

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Deutschlandweit bekannt

GERBISBACH/JESSEN/MZ. Die Arbeit des Initiativkreises gegen die geplante Schweinefabrik Gerbisbach sei noch nie so aufgewertet worden. Das stelle Brigitte Dressel vor der Fahrradtour fest, die aus Anlass der Bauernsternfahrt "Auf dem Weg fuer unsere baeuerliche Zukunft" am kuenftigen Standort der Mastanlage begann.

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Protest mit Tomatensuppe

WEISSENFELS/MZ. Am Montagabend auf dem Weissenfelser Markt: Etwa zehn Aktivisten der Bauernsternfahrt zum Kanzleramt treffen in Weissenfels ein. Ihre Vorhut hat schon die mit Propangas betriebene Kochstelle neben ihrem Transporter aufgebaut und frische Zutaten geschnitten. Wam Kat und Nisandeh Pfuetzner kochen eine Tomatensuppe fuer 50 bis 60 Esser. Andreas Doering sammelt von Passanten Unterschriften fuer die Forderung, dass Tiertransporte nicht laenger als acht Stunden dauern sollen. Er ist Vertreter der Initiative Zerbst und der Partei Mensch-Umwelt-Tierschutz und unterstuetzt mit seinem Protest gegen Massentierhaltung und industrielle Agrarbetriebe die Bauern der Arbeitsgemeinschaft fuer baeuerliche Landwirtschaft bei ihrer Sternfahrt. Denn sie wollen eine Landwirtschaftspolitik, die Bauernhoefe erhaelt und Agrarfabriken schliesst.

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Potthucke an Spargel

Zum Fruehstueck mal die ganze Pfanne Bratkartoffeln, auf der Arbeit die Stullen und abends die Hasenbrote.

Der Bergmann von frueher ass gerne deftig, aber schlicht buergerlich, das Arme-Leute-Essen eben. Ein typisches Bergmannsessen gab es nicht. Im Topf landete, was man sich leisten konnte. In den gehobenen Restaurants bekamen die Gaeste so etwas nicht serviert.

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JoomSpirit